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März 2022

Der Landesverband sammelt Spenden für die Ukraine

Der Landesverband der jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen aus der Ukraine zu helfen. Unsere Gemeinden haben direkt bei Kriegsbeginn angefangen, Spenden für die Menschen zu sammeln. Über die sozialen Netzwerke und in Zusammenarbeit mit der Presse haben wir einen Aufruf gestartet, um die Bevölkerung dazu zu bewegen, etwas für die Menschen aus der Ukraine zu spenden. Die Solidarität und Spendenbereitschaft innerhalb der Bevölkerung ist außerordentlich groß.

Wir haben in unserem Gemeindezentrum in Bad Segeberg mittlerweile zwei Stockwerke zur Verfügung gestellt, um Sachspenden anzunehmen und herauszugeben. Dort sammeln wir Kleidung und haben einen Bereich für Nahrung und Hygieneartikel eingerichtet. Täglich nehmen wir, seit fast zwei Wochen, Spenden entgegen und geben diese an die bedürftigen Menschen weiter. Wir organisieren auch Konvois in Richtung Ukraine, um die Menschen im Bereich der Grenzen zu versorgen und Familien auf der Flucht nach Deutschland zu bringen. Wir sind in die direkte Betreuung der geflüchteten Menschen gegangen, versorgen sie vor Ort; bei uns in der Gemeinde und in den Erstaufnahmezentren des Kreises, statten die Menschen mit Kleidung, Lebensmitteln und Hygienebedarf aus. Wir fangen die Menschen in diesen schweren Zeiten auf und sind ihnen eine Stütze. Um Sprachbarrieren zu überwinden, begleiten unsere Ukrainisch- und Russischsprachigen Mitglieder die geflüchteten Menschen zu den Ämtern, etc. Wir leisten auch psychologischen Beistand in dieser schweren Zeit, denn die geflüchteten Menschen haben einen hohen Redebedarf, möchten ihren Kummer loswerden und brauchen unbedingt andere Menschen um sich herum, die zuhören und Perspektiven schaffen. Wir suchen Wohnraum für die geflüchteten Menschen und versuchen mit ihnen Arbeit zu finden und sie in unsere Gemeinschaft zu integrieren.

Unsere Gemeinden sind sehr gut aufgestellt und wir können gewährleisten, dass diese Menschen bei uns in guter Obhut sind und versorgt werden. Mittlerweile hat sich ein richtiges Netzwerk zwischen dem Landesverband der jüdischen Gemeinden und Teilen der Bevölkerung aufgebaut, sodass wir kollektiv wirken können. In Bad Segeberg arbeiten wir inzwischen intensiviert mit Stadt und Politik zusammen, um die Wichtigkeit unserer Tätigkeit zu unterstreichen.

Der Landesverband der jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein ist sehr glücklich, dass die Spendenbereitschaft und Solidarität der Bevölkerung so groß ist.

 

November 2021

Bundesverdienstkreuz für Alisa Fuhlbrügge,

Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Elmshorn

 

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sechs engagierte Frauen und Männer aus Schleswig-Holstein mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Monika Heinold überreichte die Auszeichnungen am Dienstag, 30. November, in Kiel.

 

 Alice Fuhlbrügge setzt sich seit fast 20 Jahren für das jüdische Leben in Elmshorn ein. Als Mitbegründerin und Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Elmshorn ist es ihr zu verdanken, dass die Synagoge in die Nähe der zerstörten Synagoge ziehen konnte und eine eigene Thorarolle eingebracht wurde. Mit Spendengeldern wurde der Friedhof restauriert, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und auf dem Friedhof in Kölln-Reisiek ein jüdisches Grabfeld errichtet.

Sie setzte sich für den Synagogengedenkplatz in Elmshorn ein und macht besonders Kindern und Jugendlichen das jüdische Leben in Vorträgen und Veranstaltungen sichtbar. Außerdem betreut sie Examens- sowie Semesterarbeiten und organisiert und begleitet Schulklassen bei Fahrten zur KZ-Gedenkstätte nach Ausschwitz-Birkenau.

Verdienstkreuz am Bande, November 2021

 

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/A/auszeichnungen/verdienstorden_Bund.html

 

Frau Fuhlbrügge ist die dritte Persönlichkeit unseres Landesverbandes, die für ihre Verdienste um den Wiederaufbau jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde.