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Rundgang durch die Synagoge (Fotos)

Einweihung der neuen Synagoge (Fotos)

Bilder vom Umbau 2003-2007

Synagoge Mischkan haZafon Bad SegebergSynagoge Mischkan haZafon Bad Segeberg

Ein Bericht von der Einweihung der neuen Synagoge:

Willkommen im Mischkan HaZafon - der Synagoge des Nordens

Sonntag, der 24. Juni 2007 - Was für ein Tag! Selbst das Wetter war auf unserer Seite; es konnte sich zwar einzelne Regentropfen nicht verkneifen, aber die sahen wir einfach als Freudentränen an.

Über 600 Gäste kamen zur Einweihung des neuen Gemeindezentrums der Jüdischen Gemeinde Bad Segeberg – darunter der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein Peter Harry Carstensen, Staatssekretär Dr. Hellmut Körner, der Landrat des Kreises Segeberg Georg Gorrissen, der Bürgermeister der Stadt Bad Segebeg Hans-Joachim Hampel, der Vorsitzender der Union Progressiver Juden in Deutschland Jan Mühlstein, Feliks Byelyenkov, Präsidiumsmitglied des Zentralrates der Juden in Deutschland, Vertreter der Kirchen, der islamischen Gemeinde und viele Freunde aus Bad Segeberg und den anderen Gemeinden des Landesverbandes sowie viele Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland.

Bis zu letzten Minute wurde am Gemeindezentrum gearbeitet. Die Handwerker haben bis nachts um 2 Uhr gearbeitet, um morgens um 6 Uhr weiterzumachen. Der letzte Pinselstrich wurde aufgetragen, als schon die ersten Gäste kamen. Der Enthusiasmus der Gemeinde wirkte wahrlich ansteckend. Das ist vor allem Walter Blender zu verdanken, dem Motor des Projekts, der es schaffte, dass aus interessierten Beobachtern begeisterte Mitstreiter wurden – so der Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg in seinem Grußwort zur Einweihung. Mit diesem Gemeindezentrum hätten sich die Gemeindemitglieder aus der ehemaligen Sowjetunion selbst ein Stück neue Heimat erbaut, auf das sie zu Recht stolz sein können, betonte Walter Blender in seiner sehr lebendigen Rede.

Nach den Grußworten, die in Auszügen auf den weiteren Seiten zu lesen sein werden, wurden die drei Torarollen der Gemeinde feierlich in das neue Gemeindezentrum gebracht. Begleitet wurden die Sifrej Tora neben den Gemeindemitgliedern auch von Freunden der Gemeinde, die die Gemeinde von Anfang an begleitet und unterstützt haben. Überall sah man lachende Gesichter und Tränen in den Augen. Nachdem die Torarollen im Aron haKodesch (Toraschrank) eingestellt wurden, überbrachten viele Gäste ihre Glückwünsche und Gratulationen. Das Gemeindezentrum war zum Bersten voll. Zum Glück konnten sich die Gäste auf drei Etagen verteilen, um die bereits fertiggestellten Räumlichkeiten, insbesondere den derzeitigen Multifunktionsaal, die Jugend- und Makabbi-Räume sowie die Mikwe, das Ritualbad, oder die zukünftige Bibliothek und den Synagogensaal zu besichtigen.

Am frühen Nachmittag fand ein kleiner Festgottesdienst vor dem Gemeindezentrum statt, um allen Besuchern die Teilnahme zu ermöglichen. Dieser Gottesdienst galt auch der feierlichen Einführung des damaligen Landesrabbiners Dr. Walter Rothschild in die neue Synagoge, die nicht nur die erste eigene Synagoge unseres Landesverbandes ist, sondern die erste neugebaute Synagoge seit der Shoa in Schleswig-Holstein überhaupt.